Ist mein Leben plötzlich nicht mehr gut genug?

September 2, 2018

 

Wenn ich Leuten begegne, hör ich oft, ich sei einer der glücklichsten Menschen, denen sie begegnet sind. Immer in Action und am Strahlen. Das kann ich bestätigen, ich bin glücklich - eigentlich fast immer gewesen. Ich habe diese grundeiserne positive Einstellung und die Gabe, mich selbst zu motivieren und aus Stimmungstiefs zu holen. Ich denke, das wirkt sich auch auf meine Mitmenschen aus, selbst wenn sie es manchmal vielleicht nervig finden. So bin ich halt. Es fällt mir dadurch leicht Sachen durchzuziehen, weil ich einfach an den Erfolg glaube. Inzwischen habe ich gelernt, dass man das Manifestation nennt und ich scheine ein kleines Naturtalent darin zu sein.

 

Das Glücklichsein hat viele Abstufungen. Der Weg nach oben ist endlos.

Meine Familie ist ein starker Pfeiler, Freunde zum Pferdestehlen habe ich in der ganzen Welt verteilt, im Job habe ich meist ein gutes Händchen und mit der Gesundheit habe ich mittlerweile einen guten Weg gefunden, mich mit meinem grössten Herausforderer - dem Rücken - zu arrangieren.  

 

Ein toller Partner an meiner Seite ist der Garant dafür, mehrere Stufen gleichzeitig auf der Glückstreppe zu nehmen, so hab ich immer gedacht. Dumm nur, dass ich meine Beziehungen regelmässig in den Sand gesetzt habe und ich danach wieder die Treppe runterfiel. Die ersten Male noch mit vielen Prellungen und Schmerzen. Die letzten Male aber schon fast abgeklärt und erwachsen. 

Das Beziehungs-Aufundab war mein Gradmesser an Glück. Dementsprechend habe ich mich nach einer gescheiterten Beziehung gleich wieder auf den Markt geworfen und in kürzester Zeit wieder einen neuen Partner gehabt.

 

Wer ich bin und ob mich eine Beziehung verändert hat, habe ich mich nie gefragt. 

Und so sind 10 Jahre vergangen in einem Land, in das ich damals für meinen Freund kam. Ich habe mich in der Schweiz wohlgefühlt aber nie zu Hause. Mit meinem letzten Freund wäre ich im Frühjahr fast in seine Heimat Dänemark ausgewandert. So leicht wie ich Ja zum Auswandern gesagt habe, weiss ich heute, dass es nur ein einfacher Weg war, aus meinem Leben auszubrechen. Sich an jemanden zu hängen, ist immer einfacher, als einen eigenen Weg allein einzuschlagen. Immerhin waren die Pläne so konkret, dass ich mich innerlich schon von Zürich verabschiedet habe. Nach der Trennung blieb ein schales Gefühl zurück. Ich konnte es nicht einfach ignorieren und weitermachen wie bisher.

 

Ich musste mich sortieren, fragen was meine Ziele im Leben sind, wer ich bin und wo ich leben möchte.

Und hier startet meine Reise. Ich würde mich freuen, wenn Du sie verfolgst.

Mehr dazu schreibe ich Dir hier

 

Danke fürs Lesen.

 

Happy day,

Deine Anja  

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